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Breitbandausbau im Stadtgebiet Schmallenberg

Die Digitalisierung ist der Antrieb für mehr Fortschritt, mehr Klimaschutz, eine höhere Lebensqualität und neue Chancen in allen Bereichen des Lebens. Überall flächendeckende, hochleistungsfähige, ökologisch nachhaltige und sichere digitale Infrastrukturen sind Voraussetzung dafür, dass die digitale Transformation Deutschlands umfassend gelingt. Im Rahmen der Gigabitstrategie hat die Bundesregierung daher das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2030 eine solche Infrastruktur flächendeckend auszubauen

Eine schnelle Internetanbindung ist unverzichtbar und ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität Schmallenbergs als Wohn- und Gewerbestandort. Glasfaser gehört heute zur Daseinsvorsorge einer Kommune. In Schmallenberg müssen insgesamt rd. 8200 Adressen ausgebaut werden. Eine fast lückenlose Anbindung ist in Schmallenberg trotz der Flächengröße jedoch keine Utopie mehr, sondern in greifbarer Nähe. Der Ausbau erfolgt dabei sowohl über Förderprogramme, wie auch eigenwirtschaftlich.

Geförderter Breitbandausbau

In enger Kooperation mit dem Hochsauerlandkreis wurden und werden viele Orte über Bundesförderprogramme mit Glasfaser versorgt. Die Maßnahmen gehen bis zu den Einzellagen und Siedlungen, wo ein Datenfluss - privat oder beruflich - ebenso wichtig ist. Bis 2025 wurden über die Förderprogramme „3. und 6. Call“ sowie über den „Sonderaufruf Gewerbegebiete“ insgesamt 2696 Adressen in über 70 Orten an das Glasfasernetz angeschlossen. Darunter auch die Gewerbegebiete. Die Gesamtinvestitionen lagen bei rd. 27 Mio. €, die Stadt beteiligte sich daran mit rd. 2,7 Mio. €.

Darüber hinaus werden im Zuge des Förderprogramms „Graue Flecken“ weitere unterversorgte Gebiete, deren Ausbau unwirtschaftlich ist, mit gigabitfähigen Glasfasernetzen versorgt. Damit wird das Ziel verfolgt, den geförderten und den privatwirtschaftlichen Ausbau so in Balance zu bringen, dass die flächendeckende Erschließung erreicht und effizient umgesetzt werden kann. Der Ausbau wird dabei nur in Gebieten unterstützt, in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht wirtschaftlich ist und ein Marktversagen im Wege eines Markterkundungsverfahrens festgestellt wurde. So wird der Vorrang des Privatausbaus sichergestellt.

Der Ausbau im Rahmen des „Graue Flecken“ Programms ist im Stadtgebiet Schmallenberg für den Zeitraum 2027-2029 geplant. Die Gesamtinvestition liegt bei rd. 4,2 Mio. €, die Stadt beteiligt sich daran mit rd. 0,85 Mio. €. Im Stadtgebiet sind rd. 1.175 Adressen als graue Flecken und somit als förderfähig identifiziert worden. Die Adressen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Ortsteil

Anzahl Adressen

Altenhof

1

Altenilpe

1

Arpe

99

Bödefeld

6

Brabecke

1

Bracht

129

Dorlar

15

Felbecke

65

Gleidorf

77

Grafschaft

43

Harbecke

40

Kirchrarbach

94

Lenne

64

Niederberndorf

68

Niederhenneborn

24

Nierentrop

3

Nordenau

59

Oberhenneborn

112

Oberkirchen

3

Schmallenberg

14

Sellinghausen

1

Westernbödefeld

2

Westfeld

215

Wormbach

39

24 Ortsteile

1.175 Adressen

 

Wo liegen die geförderten Ausbaugebiete und wie ist der Projektstand?

 

Eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau (in Zusammenarbeit mit Glasfaser Plus)

Der geförderte Ausbau wird durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau privater Unternehmen ergänzt. In der Stadt Schmallenberg gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit dem Netzbetreiber Glasfaser Plus, einem Gemeinschaftsunternehmen der Telekom. Im Rahmen diese Kooperationsvereinbarung wurden ab 2023 rd. 1.000 Adressen mit 2.200 Haushalten in der Schmallenberger Kernstadt eigenwirtschaftlich ausgebaut.

Ein weiterer Ausbau von rd. 2.300 Adressen mit 4.100 Haushalten durch das Unternehmen hat im Jahr 2026 begonnen und soll mit der Herstellung der Hausanschlüsse bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Dabei sollen neben der Schmallenberger Unterstadt und Bad Fredeburg auch die verbleibenden Haushalte in Dorlar, Bödefeld und Oberkirchen ausgebaut werden. Die Adressen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Ortsteil

Adressen

Schmallenberg Unterstadt

559

Bad Fredeburg

1070

Dorlar

133

Bödefeld

309

Oberkirchen

169

5 Stadt-/Ortsteile

2240

Der Ausbau der einzelnen Ortsteile erfolgt zeitlich versetzt, wobei die schrittweise Erschließung der Gebiete mit den ersten Bauarbeiten im Frühjahr 2026 begonnen wurde. Die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen erstreckt sich entsprechend des Baufortschritts über die Folgejahre.

Seit dem 10.10.2025 ist für die betroffenen Adressen die Vorbestellung eines Glasfasertarifs bei der Telekom möglich. Nähere Informationen zum eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in den Gebieten finden Sie hier:

Digitale Inforveranstaltung zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau

 

Ausbauquote

Insgesamt ergibt sich nach Abschluss aller Maßnahmen voraussichtlich folgende Ausbauquote:

Maßnahme

Ausgebaute Adressen

Geförderter Ausbau: Förderprogramme bis Ende 2024 („3. und 6. Call sowie Sonderaufruf Gewerbegebiete“)

2.696

 

Geförderter Ausbau: Förderprogramm „Graue Flecken“ im voraussichtlichen Zeitraum 2025-2029

1.175

Eigenwirtschaftlicher Ausbau: Kernstadt Schmallenberg 2023/2024

998

Eigenwirtschaftlicher Ausbau: Schmallenberg Unterstadt, Bad Fredeburg, Dorlar, Bödefeld, Oberkirchen ab dem Jahr 2025

2.240

Gesamt:

7.109 von möglichen 8.200 (87%)

Mit allen Ausbauprogrammen werden in Schmallenberg bald 7.109 von ca. 8.200 Adressen (87 %) mit Glasfaser versorgt. Bei einem städtischen Investitionsvolumen von ca. 3,6 Mio. € fördert die Stadt jede Adresse im Durchschnitt mit 500 €.

In der Praxis liegt die tatsächliche Versorgungsquote im Stadtgebiet jedoch noch ein Stück weit höher. Das liegt daran, dass Neubaugebiete teilweise direkt durch die Netzbetreiber eigenwirtschaftlich erschlossen werden. Zudem werden immer wieder und abseits der großen Programme einzelne Glasfaseranschlüsse realisiert – sei es durch private Initiativen oder weil Leitungen im Zuge anstehender Baumaßnahmen unkompliziert mitverlegt werden konnten.

Auch die danach noch verbleibenden Adressen sind bereits mit schnellem Internet versorgt. Diese weisen entsprechend den Förderbedingungen des Förderprogramms „Graue Flecken“ auf dem Papier eine Datenrate von zuverlässig mindestens 200 Mbit/s symmetrisch (Download und Upload) bzw. 500 Mbit/s im Download auf.

 

Fazit

Die Glasfaserversorgung kommt mit den geförderten und eigenwirtschaftlichen Maßnahmen flächendeckend im Stadtgebiet Schmallenberg an und macht keinen Unterschied zwischen zentraler oder dezentraler Lage sowie zwischen kurzen und langen Wegen. Für den privaten wie auch gewerblichen Bereich wird somit eine Versorgung sichergestellt, die den digitalen Anforderungen auf hohem Niveau gerecht wird. Für Schmallenbergs Attraktivität als Wohn- und Gewerbestandort ist das von großer Bedeutung. Im Sinne der kommunalen Stadtentwicklung bestand von Anfang an ein breiter Konsens, dass sich die Stadt Schmallenberg einschließlich der finanziellen Beteiligung intensiv in den Prozess einbringt und beim Breitbandausbau das gesamte Stadtgebiet in den Blick nimmt. Mit dem aufgeführten Ausbaustand braucht Schmallenberg den bundesweiten Vergleich keineswegs zu scheuen.

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