Schmallenberg testet die Bezahlkarte
Seit Januar gibt es die Bezahlkarte für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen, jetzt läuft die Testphase in Schmallenberg.
In den kommenden Wochen sollen die ersten Karten ausgegeben werden, rund 60 Personen werden diese zunächst erhalten.
Schmallenberg übernimmt damit eine Vorreiterrolle. Die Stadt ist die erste Kommune im Hochsauerlandkreis, die die Bezahlkarte in der Praxis testet. Dabei erhalten alleinstehende Geflüchtete monatlich 441 Euro, das sind etwa 20 Prozent weniger als Bürgergeldempfänger bekommen.
Die Karte funktioniert ähnlich wie eine klassische Bankkarte. Sie kann deutschlandweit im Einzelhandel sowie im Onlinehandel eingesetzt werden, überall dort, wo Visa akzeptiert wird. Schon jetzt gehört ein Netz von über 15.000 Geschäften dazu. Zudem ist es möglich, monatlich bis zu 50 Euro in bar abzuheben. Dieser Betrag gilt einheitlich für Erwachsene und Kinder. Es gibt aber auch Beschränkungen. So kann die Bezahlkarte nicht im Ausland genutzt werden, auch Überweisungen ins Ausland sind nicht möglich. Ebenfalls gesperrt sind Zahlungen im Zusammenhang mit Glücksspiel, sexuellen Dienstleistungen oder das Überziehen des Guthabens - Schuldenmachen ist also ausgeschlossen.
Mit der Einführung der Bezahlkarte verfolgt die Stadt das Ziel, Leistungen gezielter, digitaler und nachvollziehbarer bereitzustellen. Auch eventueller Missbrauch, wie z.B. Zahlungen an Schlepper, kann so ausgeschlossen werden. „Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, planen wir die Bezahlkarte schrittweise auszuweiten“, erklärt Ulrich Hesse vom Sozialamt der Stadt Schmallenberg.
