Tag des offenen Denkmals 2025
Am 14. September 2025 findet wieder bundesweit der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Viele sonst verschlossene historische Stätten öffnen ihre Pforten für interessierte Besucher. Das Alte Forsthaus Rehsiepen im Schmallenberger Sauerland ist wieder dabei.
Das diesjährige Motto lautet: „WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ Was macht ein Denkmal aus? Ist der wirtschaftliche oder ein ideeller Wert dafür ausschlaggebend? Denkmale zu schützen und zu bewahren ist kein Selbstzweck; es dient dem Erhalt unersetzlicher Zeugen von Geschichte, Kultur, Kunst und Technik und dem gewachsenen Bild unserer Städte, Dörfer und Landschaften. Denkmale sind in jeder Hinsicht eine Bereicherung. Denkmalschutz ist auch Klimaschutz, denn Vorhandenes zu erhalten, ist nachhaltiger als Abriss und Neubau. Natürliche Baustoffe, alte Handwerkstechniken und reparaturfähige Strukturen, die sich über lange Zeiträume bewährt haben, sind eine Quelle für viele Erkenntnisse.
Der „Tag des offenen Denkmals“ soll den Wert von Denkmalen vermitteln, das öffentliche Bewusstsein für Denkmale schärfen und zeigen, Denkmale sind „WERT-voll“ für uns alle. Das zu demonstrieren, ist auch unser Ziel.
Denkmale sind langlebig, wenn man sie nicht zerstört, entfernt. Sie können Auskunft geben – verlässlich, vielschichtig und manchmal überraschend über den gesellschaftlichen Stand und Status seiner Bewohner. Schon das Baumaterial (steinreich!), die Größe, Höhe und Ausgestaltung der Räume sowie die Raumaufteilung verraten auf faszinierende Weise viel über das tägliche Wohnen und Wirtschaften, was den Bewohnern wichtig war.
Denkmale prägen Aussehen und Charakter unserer Lebenswelt. Wie ordnet sich das Denkmal in die Umwelt ein, was ist seine Stellung? Ein gelungenes Zusammenspiel von Form und Funktion zeugt von künstlerischer Qualität, selbst durch bewusste Schlichtheit!
Das Alte Forsthaus Rehsiepen schmiegt sich in das Tal. Nicht nur Back-, Wasch- und Rollkeller im Haus erzählen vom Alltag in der Vergangenheit. Viele frühere Bewohner – 13 Försterfamilien – haben dem Gebäude ihren Stempel aufgedrückt wovon einige Veränderungen erzählen. Forstdienstgehöfte vermitteln durch Form- und Materialwahl, den gewählten Bauplatz sowie die Bauausführung eine gewisse Wertigkeit, eine Repräsentanz.
Das alte Forsthaus Rehsiepen, erbaut 1884, seit 1971 in Privatbesitz, seit 1990 unter Denkmalschutz stehend, seit 2009 „Stiftung Altes Forsthaus Rehsiepen“. Eine kleine Fotoausstellung und Veröffentlichungen dokumentieren das Forsthaus im Laufe seiner Zeit. Auch Kaffee, Kuchen und Erfrischungen werden geboten. Eine Fußwanderung zum Haus hoch empfiehlt sich nicht nur wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten, sondern auch, um das Anwesen inmitten der Natur auf sich wirken zu lassen.
Adresse:
Zum Alten Forsthaus 4
57392 Schmallenberg-Rehsiepen
Geöffnet:
14. September 2025 von 11.00 bis 17.00 Uhr
Führungen:
nach Bedarf in kleinen Gruppen
Kontakt:
Peter & Bärbel Michels
Tel. 02975 / 273
