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Bunte Hütten, große Augen und jede Menge Abenteuer

90 Kinder bauen ihr eigenes Hüttendorf in Bödefeld

Hammer, Säge, Nägel – und viele neue Erfahrungen

In der dritten Sommerferienwoche veranstaltete das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Schmallenberg das beliebte Projekt „Hüttenbauen“. Mit dabei waren 90 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, die auf dem Gelände am Skilift Bödefeld-Hunau ihre eigenen Hütten errichteten – in Gruppen, mit Anleitung, aber mit viel Eigeninitiative.

Die Kinder waren in elf Kleingruppen eingeteilt, jede betreut von einer Gruppenleitung. Gemeinsam wurde geplant, gebaut, ausprobiert und angepasst. Am Ende der Woche standen elf individuelle Holzhütten, etwa 2x2 Meter groß, mit Türen, einem oder mehreren Fenstern und einem Dach – jeweils nach den Ideen der Kinder umgesetzt.

Das Projekt setzte bewusst auf handwerkliches Tun, Kreativität und Zusammenarbeit. Dabei war nicht nur die Hütte selbst das Ziel: Viele Gruppen erweiterten ihre Bauwerke mit kleinen Möbelstücken wie Tischen, Bänken oder sogar Sonnenliegen. Wer gerade nicht am Bauplatz aktiv war, konnte sich an einem der vielen Zusatzangebote beteiligen.

Abwechslungsreiches Programm ergänzt das Bauen

Antonius Vollmer war erneut mit seinem Wüstenbussard „Jule“ zu Gast. Die Kinder konnten den Greifvogel aus nächster Nähe erleben und erfuhren Spannendes über Haltung, Flugverhalten und Lebensweise.

Melanie Klopf bot Einheiten zum Waldbaden an – ein Angebot, bei dem es darum ging, den Wald bewusst zu erkunden, mit allen Sinnen wahrzunehmen und Ruhe in der Natur zu erleben.

In einem weiteren Workshop mit Christina Bremke wurde aus ätherischen Ölen ein Zeckenschutzmittel hergestellt – selbst gemacht und direkt einsatzbereit.

An einer offenen Perlenstation wurden Armbänder und Ketten gefädelt, beim Traumfänger-Workshop entstanden kunstvoll gestaltete Objekte aus Wolle, Perlen und Federn.

Für zusätzliche Bewegung und Abwechslung sorgten Spiele, Seifenblasen und der direkt angrenzende Wald, der viel Raum zum freien Spiel bot – besonders willkommen, wenn das Bauen eine Pause erforderte.

Regen, Werkzeug und Teamarbeit

Auch wenn das Wetter wechselhaft war, konnte das Projekt wie geplant stattfinden. Dank des Zeltes der Kolpingjugend Bad Fredeburg waren auch Regenschauer kein Hindernis.

Ein großer Dank geht an das Team des städtischen Forstes, das nahezu täglich Holzstücke und Sägeböcke bereitstellte. So hatten die Kinder Zugriff auf alle Materialien, die sie für den Bau von Möbelstücken benötigten. Der Skiclub Bödefeld stellte sein Vereins-Häuschen als Lagerraum für Werkzeug und Spielmaterial zur Verfügung.

Der Skilift Bödefeld-Hunau e.V. stellte nicht nur das Gelände zur Verfügung, sondern unterstützte das Projekt auch mit seinem Küchenteam. Jeden Mittag gab es in der Skihütte eine warme Mahlzeit – frisch gekocht und für Kinder und Betreuende ein echter Genuss.

Als Nachtisch dienten die Obst- und Kuchenspenden der Eltern, die täglich liebevoll auf Tellern bereitgestellt wurden.

Ein Projekt mit vielen Beteiligten

Neben den externen Workshop-Leitungen, dem Küchenteam, Helferinnen und Helfern war es vor allem der große Einsatz der einzelnen Gruppenleitungen, der dieses Projekt möglich gemacht hat. Mit Geduld, Verantwortungsbewusstsein und vielen guten Ideen begleiteten sie die Kinder durch die Woche – ohne dieses engagierte Team wäre ein Projekt wie das Hüttenbauen nicht durchführbar. Insgesamt wurden im Laufe der Woche übrigens rund 34 Pflaster geklebt – kleinere Schürfwunden oder Splitter gehörten eben auch zum Hüttenabenteuer dazu und wurden von dem Leitungsteam souverän versorgt.

Das Ergebnis war ein kreativ gestaltetes Hüttendorf, das die Kinder selbst geplant und umgesetzt hatten – von der ersten Idee bis zum letzten Farbtupfer. Dabei stand nicht nur das fertige Bauwerk im Mittelpunkt, sondern vor allem das gemeinsame Tun, das Ausprobieren neuer Fähigkeiten und das Erleben von Natur und Gemeinschaft. Wie in jedem Jahr wurden die Hütten am vorletzten Projekttag an interessierte Kinder verlost – in diesem Jahr sogar höchstpersönlich vom Bürgermeister, der es sich nicht nehmen ließ, einige Hütten persönlich zu verlosen. Für das Team vom Kinder- und Jugendbüro war es wieder ein gelungenes "Hüttenbauen".

Eine Fotogalerie zum Hüttenbauprojekt und dem gesamten Ferienprogramm sowie alle Informationen rund um das Ferienprogramm und weitere Aktionen gibt es auf unserer Homepage unter

Ferienprogramm

Die Planungen für das Herbstferienprogramm laufen bereits auf Hochtouren. Bei Fragen stehen Helena Schenuit-Beste und Lea Allebrodt vom Kinder- und Jugendbüro jederzeit zur Verfügung.

Save the Date: Das Hüttenbauprojekt findet auch im nächsten Jahr wieder in der 3. Ferienwoche statt.