Anno Weihs scannt Schmallenberg
Als konzeptionelles Gegenstück zu analogen Verfahren mit lichtempfindlichem Papier oder einer Kamera, die der Künstler sonst verwendet, tastet Anno Weihs in seiner Werkreihe „Topographie“ Oberflächen und Strukturen mit einem Scanner ab.
Nicht aus dem Abwarten, dem Stillhalten entsteht das Abbild, wie sonst in der Fotografie sondern aus der fließenden Bewegung. Einer Choreographie gleich bewegt er den Scanner über die ausgewählten Flächen. Über Beton, Asphalt und Pflanzen. Über Wände, Böden und Stämme- stets im direkten Kontakt mit deren Oberflächen.
Für das kommende Fotofestival in Schmallenberg, das vom 16. Mai bis 19. Juni zum zweiten Mal im Rahmen des Kulturförderprojektes „Dritter Ort Schmallenberg“ stattfindet, sammelt der Künstler digitale Artefakte und Abstraktionen in den Wäldern, auf dem Wilzenberg, in der Kernstadt, im Schieferbergbau und Heimatmuseum und an vielen weiteren Orten der Stadt.
Die Ergebnisse seiner künstlerischen Forschung werden zur Eröffnung des Festivals und des Dritten Ortes Schmallenberg im Holz- und Touristikzentrum präsentiert. Die Verbindung von digitaler Technik und analogen Papierformaten greift die Beschaffenheiten von Stadt und Natur auf und passt damit genau zu den thematischen Schwerpunkten des neuen Kulturortes: Wald, Holz, Digitalisierung, Architektur und Nachhaltigkeit.
Es ist ein Experimentieren mit Licht und Schatten, bei dem nicht nur Farben und Formen sondern auch Texturen auf einzigartige Weise Einfluss nehmen, und das Werk in seiner Gesamtwirkung ausmachen.
Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Schmallenberg, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Projekt „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“.
