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Satzung über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen im Geltungsbereich des

|   Öffentliche Bekanntmachung

Stadt Schmallenberg

Ö f f e n t l i c h e B e k a n n t m a c h u n g

S a t z u n g

über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen

im Geltungsbereich des

Bebauungsplanes Nr. 153 "Unterm Dillenberg II",

Ortsteil Wormbach,

vom 26.02.2018

Auf Grundlage der §§ 7 und 41 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NW) in der z.Z. gültigen Fassung und des § 86 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NW) in der z.Z. gültigen Fassung hat der Rat der Stadt Schmallenberg in seiner Sitzung am 24.09.2015 folgende Satzung beschlossen:

§ 1

Allgemeines

(1) Diese Satzung hat zum Ziel, zur Wahrung des charakteristischen Orts- und Landschaftsbildes im Schmallenberger Sauerland die äußere Gestaltung baulicher Anlagen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 153 "Unterm Dillenberg II", Ortsteil Wormbach, entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen zu regeln.

(2) Bestandteile dieser Satzung:

a) Satzungstext

b) Anlage 1 (Lageplan mit Abgrenzung des Geltungsbereichs der Satzung)

(3) Im Anhang ist dieser Satzung als Anlage 2 eine Auflistung allgemeiner Gestaltungs-empfehlungen beigefügt, die jedoch keine rechtliche Bindungswirkung besitzt.

§ 2

Räumlicher Geltungsbereich

Der räumliche Geltungsbereich der Gestaltungssatzung entspricht dem des Bebauungsplanes Nr. 152 und ist aus dem zugehörigen Übersichtsplan (Anlage 1 dieser Satzung) zu ersehen.

§ 3

Sachlicher Geltungsbereich

Die Bestimmungen dieser Satzung gelten für alle die Außenansicht beeinflussenden baulichen Maßnahmen an bestehenden oder neu zu errichtenden Gebäuden oder Gebäudeteilen.

Ausgenommen hiervon sind grundsätzlich

  1. Gebäude bis zu 30 m³ umbautem Raum ohne Aufenthaltsräume (dies gilt nicht für Garagen und Verkaufs- und Ausstellungsstände),

  2. Gartenlauben,

  3. Gewächshäuser,

  4. Fahrgastunterstände und

  5. Schutzhütten für Wanderer.

    § 4

    Dachgestaltung

  1. Dachform

    Zulässig sind beidseits gleich geneigte, symmetrische Sattel- und Krüppelwalmdächer.

    Ausgenommen hiervon sind Garagen, überdachte Stellplätze (Carports) und bauvolumenmäßig gegenüber dem Hauptgebäude deutlich zurücktretende Nebenanlagen.

  1. Dachneigung

    Die Mindestdachneigung beträgt 45°.

    Ausgenommen von der vorstehenden Bestimmung sind Garagen und überdachte Stellplätze (Carports) sowie bauvolumenmäßig gegenüber dem Hauptgebäude deutlich zurücktretende Nebenanlagen.

  1. Dacheindeckung

    Die Dacheindeckung hat in dunkelgrauem / anthrazitfarbenem Schiefer oder in einem Material zu erfolgen, welches nach Form, Farbe und Verlegeart einen optisch gleichartigen Eindruck wie vg. Schiefer vermittelt (naturgemäß strukturierter Kunstschiefer).

    Alternativ ist auch eine Deckung mit dunkelgrauen / anthrazitfarbenen nicht-glänzenden Dachpfannen / Dachsteinen zulässig.

    Schindeln oder schindelähnliche Materialien sind unzulässig.

  1. Dachaufbauten/Dacheinschnitte

    Dachaufbauten müssen unterhalb der Hauptdachfirstlinie angesetzt werden, dürfen diese nicht überragen und müssen zu den Ortgängen einen Mindestabstand von 2 m einhalten.

    Die Länge der Dachaufbauten auf einer Dachseite darf insgesamt max. ½ der darunterliegenden Trauflänge betragen.

    Zulässig sind Dachhäuschen und Schleppgauben mit mind. 20° Dachneigung und senkrechten Seitenwangen sowie Dreiecksgauben.

    Die Frontflächen der Aufbauten sind gegenüber der darunterliegenden Traufwand zurückzusetzen.

    Dacheinschnitte sind unzulässig.

    (5) Dachüberstand

    Der Mindestdachüberstand an Traufe und Ortgang muss 20 cm betragen.

    Als Höchstdachüberstand dürfen 60 cm nicht überschritten werden.

    (Jeweils waagrecht zur aufgehenden Trauf- bzw. Giebelwand gemessen)

    (6) Photovoltaik- und Solarthermieanlagen

    Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sind auf das Gebäude und das Dach abzustimmen.

    Bei einer Aufdachmontage sind diese vorzugsweise direkt in die Dachfläche zu integrieren (bzw. anstelle derselben zu verwenden).

    Alternativ können die Anlagen mit einem Abstand von max. 20 cm flach auf die Dachfläche aufgesetzt werden.

    Grundsätzlich sind großflächige Lösungen kleineren, unruhigen Stückelungen vorzuziehen. Die Module sind in einheitlicher Ausrichtung (hoch oder quer) zu verbauen, wechselnde Ausrichtungen (hoch und quer) sind unzulässig. Die Modulflächen sollten bei rechtwinkligen Dachflächen seitlich bündig mit dem Ortgang abschließen. Wenn Ränder erforderlich / unvermeidbar sind, sollten diese symmetrisch verteilt werden.

    Von der Dachneigung abweichende od. beweglich ausgelegte Anlagen sind unzulässig.

    Es sind ausschließlich mattschwarze Module ohne helle Rasterung, Umrandung oder sonstige sichtbare Konstruktionsteile zulässig.

    § 5

    Drempel

    Drempel sind zulässig bis max. 75 cm Höhe, gemessen zwischen Fertigfußbodenhöhe Dachgeschoss, verlängert auf die Außenseite der aufgehenden Außenwand, und Schnittpunkt Oberkante Dachsparren.

    § 6

    Fassadengestaltung

  1. Glasierte oder glänzende Materialien (wie z.B. Klinker / Riemchen oder Metall) sind als Fassaden- / Sockelbekleidung generell ausgeschlossen.

  2. Zulässig für Fassaden / Außenfronten ist weißer Verputz, schwarzes Holzfachwerk mit weißer Ausfachung oder eine Verkleidung mit dunkelgrauem / anthrazitfarbenem Schiefer bzw. einem Material mit gleicher optischer Beschaffenheit / Wirkung (naturgemäß strukturierter Kunstschiefer). Schindeln und schindelähnliche Materialien sind unzulässig.

    Im Sockelbereich ist neben grau abgesetztem Putz auch Bruchstein zulässig.

    In den Giebeldreiecken sowie in deutlich untergeordneten Teilbereichen der Fassade kann auch eine senkrechte schwarze, weiße, dunkelgrüne oder dunkelbraune Holzverbretterung angebracht werden.

    Blockbohlen-/Blockhausbauweise (mit sichtbarer horizontaler Balkenlage) ist nicht zugelassen.

    Kalksandstein ist als Fassadenmaterial ausgeschlossen.

    (3) Untergeordnete Bauteile, wie Dachrinnen, Fallrohre, Klappläden, etc., können auch dunkelgrün, grau, weiß oder dunkelrot abgesetzt werden.

  1. Als "Weiß" im Sinne der Absätze 2 und 4 gelten die Farben mit den RAL-Nummern 9001, 9003 und 9010.

    § 7

    Abweichungen

    In begründeten Einzelfällen können Abweichungen von den Bestimmungen der §§ 4 - 6 dieser Satzung zugelassen werden, sofern die Abweichungen unter Würdigung des Zwecks der Bestimmung mit dem Satzungsziel vereinbar erscheinen.

    § 8

    Ordnungswidrigkeit

    Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen diese Satzung verstößt, handelt ordnungswidrig im Sinne von § 84 Abs. 1 Nr. 21 BauO NW in der z.Z. gültigen Fassung. Die Ordnungswidrigkeit kann gem. § 84 Abs. 3 BauO NW mit einer Geldbuße bis zu 50.000,00 € geahndet werden.

    § 9

    Inkrafttreten

    Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

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